"Arbeitskreis Rumänien"
der ev.-altreformierten Kirche

Kontaktpersonen:

Gerrit Jan Vette, Pappelstr. 9,
49828 Neuenhaus-Grasdorf
Tel: 05941-285
Fax: 05941-920486,
Gert.Vette@t-online.de

Alfred Alsmeier, Glückaufstr. 11
48455 Bad Bentheim
Tel: 05922-6074
alfred.alsmeier@ewetel.net
rumaenienhilfe@altreformiert.de

Fotoalbum

Bischof Kató Béla:

kleine Äckerflächen:

veraltete "Technik":

Landwirtschaftprojekt:

Traktor für alle
Stiftungsmitglieder:

Viehtrieb durch's Dorf:

Im Dorfladen:

Armut einer
Zigeunerfamilie:

Die ungarische Internatsschule
"Bethlen Gabor" in Aiud:

engagierte Lehrkräfte:

gedrängte Enge im
Schlafzimmer des Internats:

Gemeindehaus auf dem Dorf:

... dient im Winter
als Gottesdienstraum:

Organisation:

ev.-altref. Kirchengemeinde Veldhausen
Mühlenstr. 26, 49828 Neuenhaus-Veldhausen
Tel: 05941-4462, Fax: 05941-988852
rumaenienhilfe@altreformiert.de

Bankverbindung:

Konto Nr. 13004742
Kreissparkasse Nordhorn, BLZ 267 500 01

Artikel (in Auswahl):

Info-Tour 2011 mit vielen guten Eindrücken
     (Der Grenzbote, Juli 2011)

Anerkennung und Auszeichnung für die Rumänienhilfe
     (Der Grenzbote, Dezember 2010)

Die Eurokrise würgt unsere Freunde in Siebenbürgen
Eindrücke einer Tour durch Siebenbürgen
     (Der Grenzbote, Juli 2010)

Hilfstransport nach Rumänien 2013

Der Arbeitskreis wird auch im Jahre 2013 seine Arbeit in Rumänien fortsetzen und erbittet daher weiterhin Ihre Unterstützung. Neben den Transporten mit Sachspenden werden wir unser Hauptaugenmerk auf den Auf- und Ausbau von diakonischen Einrichtungen (Diakoniestationen, Hauspflegestationen, Behindertenwerkstätten, Betreuung von Roma-Kindern etc.) in den verschiedenen Gemeinden in Siebenbürgen legen. Aber auch die sonstigen Kontakte (Kirchengemeinden, Schulen etc.) werden wir dabei nicht vergessen. Der nächste Hilfstransport findet im Monat Mai 2013 statt.
Gefragt sind vor allem Kleidung und Schuhe für Damen, Herren, Jugend, Kinder und Baby/Kleinkinder 0 – 3 Jahre, sowie Oberbetten und Fahrräder. Bitte beachten Sie, dass die Qualität vor Menge der Ware geht.
Die Menschen in Rumänien haben ein sehr geringes Einkommen und sind somit weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen - siehe das Schreiben von Muti Barta.
Abschließend möchten wir uns noch recht herzlich für die bisherige Hilfe und Unterstützung bedanken und würden es begrüßen, wenn alle Gemeinden auch im Jahr 2012 Kollekten für die Rumänienhilfe einplanen könnten, mit denen wir die dortigen Gemeinden beim Aufbau von diakonischen Einrichtungen unterstützen könnten.
Mit freundlichen Grüßen! Arbeitskreis Rumänienhilfe i. A. Alfred Alsmeier, Rechnungsführer

Ocna Mures, den 18.01.2013
Liebe Freunde !
Hoffentlich habt Ihr Weihnachten im Frieden und Liebe verbracht und das neue Jahr mit besten Hoffnungen begonnen! Ich möchte Euch nun paar Gedanken bezüglich dem vergangenen Jahr mitteilen. Für uns persönlich gab es die Gelegenheit und die Freude, dass wir nach 10 Jahren unsere Kinder in Amerika besuchen durften. Wir haben eine andere Welt kennengelernt, und das war für uns eine ganz interessante Erfahrung . Das Leben in Westeuropa kennten wir schon durch unsere Beziehungen zu Euch und sonst leben wir unsere Leben eben so, wie es im ärmsten Land der EU möglich ist.
Hiermit bedanken wir uns bei Euch, dass wir beim Helfen der ärmsten Menschen - dank Euerer selbstlosen Opfer und Arbeit - unseren Teil übernehmen dürfen! Bestellt bitte unser herzliches „Dankeschön” allen beteiligten Helfern! Wir bitten hiermit auch um Euere weitere Hilfe, falls das möglich ist! Dabei ergeben sich einige Fragen: - Was bedeuten z. B. die Pampers für die kranken alten Menschen, die im Bett liegen und sehr oft in widrigen Umständen leben ohne ein Badezimmer und mit geringer Heizung? - Was bedeutet die Bettwäsche für die alten Menschen, die nicht zulassen, dass ihre Bettwäsche zum Waschen abgeholt werden, weil sie sich über deren Zustand schämen? - Was bedeuten die Rollstühle, die Gehhilfen und Krücken für die Menschen, die diese Mittel brauchen und nicht kaufen können, nicht nur wegen ihrer mangelnden Finanzen sondern auch wegen des schlechten Zustands des sozialen Hilfesystems in Rumänien? - Was bedeuten die Kinderwagen und Kinderbetten den jungen Familien, die ihre Arbeit soeben verloren haben? - Was bedeuten die Spielzeuge den Kindergärten, die solche Sachen nur aus der kärgliche Hilfe der Eltern besorgen können? - Was bedeutet die ständige Hilfe durch Kleidung und Schuhe, welche seit viele Jahren mehreren hundert Menschen das Leben viel erträglicher und sogar schöner gemacht haben? Vielleicht ist Euch schon bekannt, dass in Rumänien mehr als die Hälfte der Einwohner mit monatlich nur 100-200 Euros lebt (eher: überlebt)? Auch unsere für die Diakoniearbeit angestellte Mitarbeiterin: sie bekommt nur die 43 % des monatlichen Minimallohns, weil Nebenkosten, die wir dem Staat bezahlen müssen, die Differenz verbrauchen. Sie sorgt für drei allein lebende alte Frauen (alle über 80) und hilft noch einer Familie im Haushalt, beim Einkaufen, bei der persönlichen Hygiene u.s.w.
Ihr habt bestimmt viele Informationen von unserem Leben und Euch ist damit deutlich, wie die Folgen der allgemeinen Krise immer stärker sind. Was könnte man dagegen tun? Das Geld was Ihr für die diakonische Tätigkeiten schenkt, stärkt auch das Gefühl des Zusammenhaltens in unserer Gemeinde. Es ist sehr wichtig, die Menschen spüren zu lassen, dass sie mit ihren Problemen nicht verlassen und ungeholfen dastehen. Wir sind unserem lieben Gott dafür sehr dankbar und bitten in unseren Gebeten um seinen reichen Segen für Euch alle!
Mit freundlichen Grüßen auch in Name unserer reformierten Gemeinde! Familie Barta

Die Anfänge:

Im Herbst 1989 gehen nicht nur in Leipzig die Menschen auf die Straße. Auch in Rumänien formiert sich eine Opposition unter der Führung von Lázsló Tökös, Pastor der reformierten Gemeinde in Temesvar. Weihnachten 1989 wird die Regierung Ceausescu gestürzt.
Die Menschen in Rumänien atmen auf, eine Diktatur ist vorbei. Aber jetzt kommt die wirtschaftliche Not in ihrem ganzen Ausmaß ans Licht. Hilferufe von den reformierten Gemeinden in Ungarn und Siebenbürgen (Rumänien) bleiben nicht ungehört.
Am 4. Januar 1990 startet von Veldhausen aus ein erster Lastwagen mit 900 Lebensmittelpaketen sowie Kindernahrung und Medikamenten. Weitere Transporte folgen im Februar. Auch die Bundeswehr stellt 39.000 Verpflegungspakete bereit. Der Umfang der Not und der nötigen Hilfstransporte erfordert die Einbeziehung aller altreformierten Gemeinden. Durch Aufrufe im Grenzboten angesprochen spenden die Gemeindeglieder im Jahr 1990 die kaum für möglich gehaltene Summe von rd. 250.000 DM. Damit können im Laufe dieses Jahres 1990 bereits 10 Lastwagen und ein Eisenbahnwaggon auf den Weg geschickt werden. Ab 1991 werden die Lebensmittellieferungen durch andere Hilfsgüter ergänzt: Kleidung, Schuhe, Decken, Medikamente und medizinische Geräte, Baumaterial, Sanitärartikel u.v.m.

Maschinenring in Etfalva-Zoltán und Nearsova-Saula

Die ersten landwirtschaftlichen Flächen werden vom Staat an die ehemaligen Eigentümer zurückgegeben. Die bislang bestehenden landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften sind mit der Wende in sich zusammengebrochen; die wenigen noch vorhandenen brauchbaren landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte verschwinden auf undurchsichtige Weise von den Betriebsgeländen in dunkle Kanäle. Der Zusammenbruch der Landwirtschaft wirkt sich verheerend auf die Versorgung der Bevölkerung aus.
Es wird eine Stiftung gegründet, die den Landwirten landwirtschaftliche Maschinen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellt. Die guten Erfahrungen mit diesem Projekt führen zur Gründung einer zweiten Stiftung in Nearsova-Saula. Die beiden Projekte tragen in der Folgezeit viel dazu bei, erfolgreich landwirtschaftliche Flächen zu bewirtschaften.

Ungarische Schule "Bethlen-Gabor" in Aiud

Diese christliche Schule mit angegliedertem Internat stand früher in Trägerschaft der reformierten Kirche. Sie befindet sich 1992 in einem katastrophalen Zustand. Das Gebäude, die Ausstattung der Klassenräume, die Sanitäranlagen und die Unterkünfte für die Internats-Schüler/innen gaben ein erbärmliches Bild her. Durch Lieferungen von gebrauchten Schulmöbeln, Sanitärartikeln und sonstigem Baumaterial sowie Lebensmitteln können wirksame Hilfestellungen erfolgen. Das Gebäude selbst befindet sich nach wie vor in einem beklagenswerten Zustand. Die weitere Instandsetzung werden wir auch in Zukunft nach Kräften unterstützen. Wir vermitteln anonyme Patenschaften über 25,- DM pro Monat, die allen Kindern den Verbleib im Internat garantierten, auch wenn sie das Schulgeld nicht aufbringen können.

Apotheken & Krankenhäuser

Dank der großzügigen Spenden von Apotheken und Ärzten aus dem gesamten norddeutschen Raum können Medikamente zunächst für die Apotheke des Bischofsamtes in Klausenburg sowie einer Kirchengemeinde in Aiud und schließlich auch für verschiedene Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden. Qualifizierte Apotheker übernehmen die Herausgabe. Wer mittellos ist, erhält diese Medikamente gratis, andere zahlen dafür einen angemessenen Preis. Die Engpässe in der medizinischen Versorgung können zumindest an diesen Orten gemindert werden. Verschiedene medizinische Geräte wurden gespendet und helfen heute den Ärzten bei der Diagnose und Behandlung ihrer Patienten. Zwischenzeitliche Probleme bei der Einfuhr haben immer wieder Verhandlungen mit den staatlichen Stellen nach sich gezogen.

Perspektiven

Die Inflation ist hoch, die Preise steigen teilweise auf das westliche Niveau, die Löhne sind extrem niedrig. Industriearbeiter verdienen teilweise weniger als 100 DM im Monat, Akademiker (Lehrer, Ärzte und andere) erhalten zwischen 200,- und 250,- DM, lediglich die Handwerker haben etwas bessere Verdienstmöglichkeiten. Die Renten liegen bei 50 bis 100 DM, manchmal auch darunter. Eine spürbare Verbesserung ist nicht in Sicht.
Wegen der mangelnden wirtschaftlichen Perspektive versuchen vor allem junge Menschen ungarischer Abstammung, sich im Nachbarland Ungarn eine Existenz aufzubauen.
Alle Aktivitäten von Hilfsorganisationen in Rumänien sind sinnvolle Investitionen in die Zukunft dieses Landes und seiner Menschen.

Dank

Die Empfänger danken all den Spendern und Mitarbeitern für ihr Engagement!

Die Rumänien-Aktion der Synode der altreformierten Kirchen in Niedersachsen hat von 1990 - 2000 viel bewegen können (Stand: Herbst 2000):

  • 33 Hilfstransporte mit 97 LKW, durchschnittlich 15 to./LKW = rd. 1.455 to.

  • 1 Eisenbahnwaggon mit 15.000 Verpflegungspaketen der Bundeswehr

  • 8 Info-Touren zu den Projekten mit 114 Teilnehmern (incl. Begleitpersonen)

  • Spenden über insgesamt 1.676.201,12 DM zur Durchführung der Transporte und für die direkte Unterstützung unserer Partner in Siebenbürgen.

Die Situation in Rumänien erfordert auch in Zukunft unsere Bereitschaft, mit weiteren Geld- und Sachspenden das Engagement fortzusetzen. Insbesondere Kleidung, Schuhe, Medikamente, medizinisches Gerät etc. wird nach wie vor dringend gebraucht.

 
Arbeitskreis Rumänien
der Ev.-altreformierten Kirche in Niedersachsen

tatkräftig unterstützt
von allen ev.-altreformierten Gemeinden,
der Niederländisch-reformierten Gemeinde in Wuppertal
sowie vielen ev.-reformierten Gemeinden,
vor allem in Nordhorn, Krummhörn und Ronsdorf